Vita

Friedemann von Rechenberg  Komponist, Produzent, Klangkünstler, Performer, Dozent.

  • Musikausbildung an der Jazz-School München. Diplomierter Filmkomponist, Filmakademie Ludwigsburg. Dozent an der Berufsfachschule für Musik in München-Pasing.
  • Fortbildungen: Curcuit Bending, Nicolas Collins. Composing Music for Corporate and Comercial Films, Phil Sawyer. Geräuschemacher bei Dieter Hebben.
  • Auszeichnungen: Electric Renaissance internationaler Musikpreis bei den Händelfestspielen 2004, Nominierung für beste Filmmusik im Rahmen des Aubagne International Filmfestival 2009.

Künstlervita

1973 erblickte ich das Licht der Welt in Gräfelfing. Ich wuchs in Stockdorf auf, in einem stark künstlerisch geprägten Umfeld. Zu Hause gab es viele Instrumente auf denen ich mich erprobte; meinen ersten Klavierunterricht bekam ich mit 7. Später, mit 15 Jahren kam das Schlagzeug hinzu. Meine Phase autodidaktischer Entwicklung mündete 1990 im vertiefenden Unterricht in Komposition und Klavier bei Gerhard Haugg. Parallel vergrößerte sich mein Homestudio, das zu einem wichtigen Faktor meiner Arbeiten wurde. Es folgten sehr schnell Auftritte unter Einbezug von Multi-Media oder Musiken für Tanz oder in Verbindung mit Lyrik.

1992 zog ich nach München zum Komponisten Günter Edin und schaute ihm einige Zeit über die Schulter. Ab 1993 spielte ich in ein paar Bands Keyboard oder Schlagzeug, Stilrichtungen von Punk bis Pop. Ich entwickelte erstmalig meine NAMENSMUSIK, ein Prinzip zur Vertonung von Namen anhand der Buchstaben. 1994 Abitur am münchener Lehrinstitut Derksen, anschließend Betreuung eines verunglückten Musikers während des Zivildienstes. Ab 1996 besuchte ich für 2 Jahre die Jazz-School in München, Hauptfach Piano, aber auch Unterricht in Saxophon und Schlagzeug. Neue Instrumente mit Stein, Metall, Holz und Elektronik entstanden und wurden bei Aufführungen eingesetzt.

Während dieser Zeit schrieb ich auch meine ersten Filmmusiken. Von 1998 bis 2001 folgte mein Studium Filmmusik und Sounddesign an der Filmakademie Ludwigsburg, das ich mit Diplom abschloss. Seitdem habe ich einige teilweise preisgekrönte Filme vertont. Während des Studiums boten sich gute Gelegenheiten mit unterschiedlichsten Besetzungen (auch Orchester) zu arbeiten. 1999 besuchte ich erstmalig die donaueschinger Musiktage, da ich den Filmton für eine Dokumentation machte. Dort bekam ich viele Einblicke, lernte u.a. auch Karlheinz Stockhausen kennen. 2001 folgte ein Praktikum an der IFFMA, Internationale Film-, Fernseh & Musik-Akademie. Ein Jahr später wurde ich bei MX IN, eine Agentur für Filmmusik aufgenommen. 2003 hatte ich einige technische Assistenzen bei der Klanggalerie T-U-B-E in München über welche ich zum ersten Mal mit so genannten Netzwerkkonzerten in Berührung kam.

2004 eine große Auszeichnung: Electric-Renaissance, ein hoch ein dotierter internationaler Musikpreis im Rahmen der Händelfestspiele für den innovativsten und komplexesten Remix der Musik von Georg Friedrich Händel. 2005 besuchte ich einen Circuit- Bending-Workshop von Nicolas Collins, woraufhin eingehende Studien mit der Modifikation von elektronischen Klangerzeugern folgten. Während meines 3 jährigen Unterrichts als Lehrer für Musik & Medien am Kolleg für heilpädagogische Berufe, Augsburg, entstanden zahlreiche cross-over Projekte mit den Schülern. Seit 2007 bin ich Dozent an der münchener Berufsfachschule für Musik. 2008 ergab sich ein Werkstattbesuch in der Toscana beim Künstler Paul Fuchs, der auch durch seine Klangskulpturen bekannt ist. 2009 wurde meine Musik zum Film Narzissen für die beste Filmmusik im Rahmen des Aubagne International Filmfestival nominiert. Es folgte ein Künstlerportrait im BR-Radio. 2010 besuchte ich bei Dieter Hebben eine Fortbildung, die mir das Handwerkzeug eines Geräuschemachers zeigte.

Seit meinen Tätigkeiten als freischaffender Komponist, Klangkünstler, Musikproduzent, Performer und Dozent mit Vertonungen und Darbietungen für unterschiedlichste Bereiche wuchs mein Interesse stetig für neue Musikformen, klangliche Möglichkeiten und mediale Interaktion.